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Mittwoch, 11. Oktober 2000 March
Höfe Zeitung
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Don Giovanni ist der Schönste |
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Lachen: |
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Lachen hat einen prominenten Vierbeiner: Bengalkater Don Giovanni von Ennet Aa gewann an einer internationalen Katzenausstellung gleich drei begehrte Pokale. HANNI MÄCHLER |
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Genüsslich räkelt sich Don Giovanni in der herbstlichen Wärme auf einem Sofa. Wie ein Mini-Ozelot zeichnet sich sein getupftes Fell (black spotted Tabby) in einem seidigen Braun. Er hebt wachsam seinen breiten, abgerundenten Kopf mit der spitz zulaufenden Schnauze. Mittelgrosse Ohren belauschen das Geschehen. Mit der Wachsamkeit eines Raubtieres nehmen grün-gelbe, grosse Augen jede Bewegung wahr. Sein schlanker, muskulöser und sehr robuster Körper weist auf seine Abstammung von der asiatischen Leopardenkatze hin. |
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Die Schönheit von Don Giovanni überzeugte fünf Richter an der internationalen Ausstellung in Zofingen, welche am ersten Oktoberwochenende stattgefunden hat. Drei begehrte Auszeichungen, "Best Variety", "Best of Show" und "Best of Best", konnten die stolzen Besitzer Stefanie und Faby Bellodi-Ritz mit nach Hause nehmen. Internationale Anerkennung Organisiert wurde der Anlass vom Royal Cat Club Swiss. Nebst den Bengalkatzen präsentierten sich verschiedene andere Rassekatzen, wie Perser, Abessinier oder Siam. Die 250 bis 300 Tiere kamen aus ganz Europa und sogar Übersee. Unter den gestrengen Augen von fünf Richtern wurde die Prämierung vorgenommen. Die Auszeichnung "Best Variety" zeichnete nur die Rasse Bengal Cat aus. "Best of Show" bewertete nach vier Rassestandards, Kurzhaar, Langhaar, Halblanghaar und Exotic Short Hair. Don Giovanni wurde nach Kurzhaar bewertet und ausgezeichnet. "Best of Best" wählte unter den andwesenden Kurzhaarkatzen Männchen und Weibchen das schönste Tier aus. Diese drei Pokale schmücken nun das Heim des Ehepaars Bellodi-Ritz. Sie wurden zum ersten Mal überhaupt für ihre Katzen ausgezeichnet. Aber Don Giovanni und seine Lebensgefährtin Sheila, ebenfalls eine Bengalkatze, scheinen sich wenig darum zu kümmern. Sie pirschen lieber nach Lust und Laune auf Samtpfötchen oder als Jäger aus dem Hinterhalt durch den heimischen Garten. Im Frühling hatten die beiden Katzen Nachwuchs zu betreuen. Eigenwilliges Temperament Stefanie Bellodi kam durch ihren Mann auf die Bengalkatzen. Seit zweieinhalb Jahren wohnen sie am Kiebitzweg in Lachen, direkt am Zürichsee. "Hier können wir den beiden Bengalkatzen das natürliche Umfeld geben, das sie brauchen", erklärte sie. "Denn obwohl sie sehr verschmuste Tiere sind, haben sie ein starkes Temperament mit viel Bewegungsdrang. Sie müssen draussen spielen und jagen können". Eine grosse Kletterfreudigkeit, die auch im Haus vor nichts Halt mach, ist typisch für die ehemalige Wildkatze aus dem asiatischen Raum. Gerne gehen sie zur Dämmerstunde auf die Jagd nach Mäusen und Vögeln. Wenn nichts gefangen wird, steht dennoch ein abwechslungsreiches Fressen für die zwei Räuber bereit. Stefanie Bellodi erzählt, dass ihre zwei Lieblinge allerlei an Nass- und Trockenfutter fressen und natürlich Fisch. Was sie nicht mögen, seien Teigwaren und Reis. Die Beziehung von Tier und Mensch steht beim Katzenhalter im Mittelpunkt. Jeder Katzenliebhaber mag die aristokratische Eigenwilligkeit seines Tieres. Da sind auch Bellodis keine Ausnahme. "Sie sind einfach spezielle Tiere für uns. Für mich sind sie sehr gesprächig. Unser Kater kommt mir sogar recht geschwätzig vor" beschreibt Stefanie Bellodi die sonoren Katzenlaute von Don Giovanni. Züchtung in den sechziger Jahren Erstmals wurden in den sechziger Jahren Zuchtversuche gemacht. Schon seit Beginn der Katzenzucht war es der Traum vieler Züchter, die Wildfleckung der Raubkatzen auch im Fell der kleineren Hauskatzen zu sehen. 1963 gelangen erste Zuchtversuche. Ein Genetiker aus den USA erzielte das gewünschte gefleckte Fell durch eine Kreuzung einer asiatischen Leopardenkatze und einer Hauskatze. Es gelang, die robuste, schlanke und muskulöse Art der Leopardenkatze und ihren festen, eigenwilligen Charakter mit dem zutraulichen Wesen der Hauskatze zu züchten.. Ihre Gesundheit ist so gut, dass Bengalkatzen fast nie krank sind. Heute zeigen sich bereits Tiere in der siebten und achten Generation an den Ausstellungen. |
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